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Vor 50 Jahren wurde das „Fräulein“ offiziell abgeschafft
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Text von Carmen Danz

 

1954 nahm die FDP Politikerin Dr. Marie-Elisabeth Lüders im Bundestag den Anlauf für ledige Frauen das „Fräulein“ als offizielle Bezeichnung abzuschaffen.

Der Antrag löste damals große Heiterkeit aus und hatte keinen Erfolg. Aber die Frauen kämpften fast 20 Jahre weiter.

Endlich, am 16. Januar 1972, wurde das „Fräulein“ offiziell abgeschafft. Der damalige Innenminister Hans-Dietrich Genscher verkündete die Anordnung: „Es ist an der Zeit, im behördlichen Sprachgebrauch der Gleichstellung von Mann und Frau… Rechnung zu tragen“. In der DDR war die Verkleinerungsform bereits zwei Jahrzehnte früher, 1951, storniert worden. Manche Institutionen adressierten aber bis weit in die Neunziger noch an „Fräulein“ soundso.