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Die Katzenbande besuchte das Rathaus
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Text von Gerhard Kischewski

Bonny verließ das Haus um 7.00 Uhr wie immer pünktlich. Sie traf sich mit Reef im Kleingarten. Mit Mimi, Susi, Mercedes, Ralf, Rolf, Fridolin, Stoppel, Mucki und Gerti am Rathaus.

Da viele Leute ins Rathaus gingen, wollten die Katzen wissen, ob es Neues zu entdecken gab. Da heute Rollator-Tag war, kamen die Katzen ungesehen ins Rathaus. Eine zweite Tür wurde gerade weit geöffnet, sodass die Besucher ohne Schwierigkeiten zu den Toiletten gelangten.

Die Katzen liefen über die Treppe in die zweite Etage. Der große Sitzungssaal war weit geöffnet. Die Katzen versteckten sich in der großen Garderobe, da die Chefsekretärin des Herrn Bürgermeisters Getränke auf einem Servierwagen in den Sitzungssaal brachte.

Danach folgte ein Servierwagen von einem Partyservice, der Teller, Bestecke und Servietten brachte. Danach half die Chefsekretärin, die Kaltspeisen auf den Tellern zu verteilen. Einige Teller mit Mett, Mettwürstchen, gekochtem Schinken mit Spargelröllchen, Käsestücken und Käsescheiben, Dipps, Oliven rot und schwarz wurden mit Klarsichtfolie abgedeckt und auf dem großen Tisch im Sitzungssaal platziert.

Die ganze Katzenbande war unbemerkt in den Sitzungssaal gelangt und verhielt sich so lange still, bis der Sitzungssaal abgeschlossen wurde. Erst vorsichtig steckten die Katzen ihre Köpfe hoch. Dann fielen sie alle über die Leckerchen her!
Mucki, Stoppel, Reef, Bonny und Fridolin stillten erst ihren Hunger. Das war ein Festmahl, das man als Katze nicht alle Tage geboten bekommt!

Umso größer war die Überraschung, als der Sitzungssaal wieder geöffnet wurde! Überall lagen auf dem Tisch angebissene Mettwürstchen, Metthäppchen und Hinterschinken mit Spargelröllchen umher. Ein wahres Chaos! Die Chefsekretärin fiel in Ohnmacht, als sie die Bescherung sah.

Als die Katzen aus dem Rathaus gejagt wurden meine Stoppel: „So müsste es öfter sein, dass man sich erst in Ruhe satt isst und nichts hinter die alte Scheune schleppt, um es dort zu teilen!“
Das war von allen Streifzügen der Allerbeste! Als Dank legten die Katzen in der Nacht 83 Mäuse vor der Eingangstür des Rathauses ab. Als der Herr Bürgermeister die ausgerichteten Mäuse am nächsten Morgen vor dem Rathauseingang sah, sagte er: „Das hätte ich ja nie gedacht, dass sich die Katzen auf eine so nette Art bei ihrem Bürgermeister bedanken! Aber die großzügige Mahlzeit im Sitzungsaal kann ich für die Katzen nicht im nächsten Haushaltsplan berücksichtigen!“