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Besuch der Landeshauptstadt von Mecklenburg–Vorpommern SCHWERIN
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Text von Jürgen Paul

 

Wenn der Spätsommer die Wälder rund um Schwerin in eine bunte Farbenpracht verwandelt, wird es besonders malerisch in der herrschaftlichen Residenzstadt. Dann tauchen die warmen Töne der Sonne das berühmte Märchenschloss und die Altstadt in ein goldenes Licht.

Meine Reise an die Ostsee, in das Bundesland Mecklenburg-Vorpommern habe ich mit dem Besuch in der Landeshauptstadt Schwerin an einem solchen sonnigen Spätsommertag fortgesetzt.

Vor 1000 Jahren wurde Schwerin das erste Mal erwähnt und wurde als dann die Wiege der mecklenburger Herzöge. Schon in der Steinzeit lebten Menschen auf dem Gebiet des heutigen Schwerins. Später errichteten hier Slawen eine Burg und nannten sie „Zuarin“

Aufgeschlagen wurde aber das Buch zur Schweriner Vergangenheit durch den sächsischen Bischof Thietmar von Merseburg.

Er war es auch, der ein erstes Licht in das Dunkel der Stadtgeschichte brachte. In seiner Chronik berichtete er, dass sich im Jahr 1018 Fürst Mitislaw vor dem Angriff eines anderen Slawenstammes auf die Burg „Zuarin“ flüchtete, sie aber kurze Zeit später aufgeben musste.

Die Entwicklung nahm als dann ihren Lauf. Aus Zuarin wurde Schwerin, aus den hier lebenden Obotriten, einem elbslawischen Stammesverband, gingen die Mecklenburger Herzöge hervor.

Weiter ging es auf Spurensuche bei meinem Rundgang durch die Stadtgeschichte Schwerin´s. Ausgangspunkt war das Schloss, heute Sitz des Landtages.

Das Schweriner Schloss ist eine der bedeutendsten Architektur-Schöpfungen des Romantischen Historismus.

Seit 2014 steht das Ensemble der Städtebau- und Gartenkunst auf der deutschen Vorschlagsliste für das UNESCO–Weltkulturerbe.

Die Stadtrechte erhielt Schwerin vermutlich zwischen 1171 und 1178. Seit dieser Zeit darf die Stadt das Siegel Heinrichs des Löwen mit dem Reiterbild führen.

Zirka um 1270 began der Bau des gotischen Doms, der um 1400 fertig gestellt wurde. Mit dem Bau des Renaissanceschlosses wurde ab 1552 Schwerin Residenzstadt.

Der Zuzug von Edelleuten und Gelehrten sowie der Aufbau kultureller und wissenschaftlicher Einrichtungen führten zur Blüte der Stadt.

Auch in Schwerin gab es von 1530 bis 1690 immer wieder verheerende Stadtbrände.

1705 wurde von Herzog Friedrich Wilhelm der Bau der Neustadt begonnen, aber bereits 1832 wurde die Altstadt mit der Neustadt wieder zusammengeschlossen.

1837 kehrte auch der Mecklenburger Fürsten-Hof nach Schwerin zurück.

Die Bevölkerung wächst weiter und so wurde der Bau der „Paulstadt“ und der Bau der Paulskirche beschlossen.

Auch die Gestaltung des Pfaffenteichs entspringt den Wünschen des Großherzogs nach einer repräsentativen Residenzstadt.

Ausgehend vom Schloss entstehen Parks, Straßen und Plätze, Regierungs- und Hofgebäude und es werden Promenaden angelegt.

Liebe Leserinnen und Leser, das war ein kleiner Streifzug durch die Geschichte, den Besuch der Landeshauptstadt Schwerin kann ich Ihnen sehr empfehlen.