Ältere Menschen beklagen mangelnde Benutzerfreundlichkeit von Internetangeboten
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Text von der Deutschen Seniorenliga

Die Corona-Krise und die damit verbundenen Kontaktbeschränkungen haben zwar zuvor skeptische Seniorinnen und Senioren von der Nutzung digitaler Medien überzeugt, aber der große Digitalisierungsschub unter älteren Menschen ist ausgeblieben. Laut Branchenverband Bitkom ist nach wie vor nur jeder Zweite ab 65 Jahren online. Eine aktuelle Umfrage der Seniorenliga zeigt, dass ein Grund hierfür die mangelnde Benutzerfreundlichkeit von Internetangeboten sein könnte.

„Digitale Dienst- und Serviceleistungen haben sich gerade für ältere Menschen in vielen Bereichen bewährt“, erläutert Gerhard Fieberg, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Seniorenliga. „Aber vielen Senioren fällt der Schritt in die für sie neue Welt immer noch schwer – ein Hindernisgrund hierfür ist ganz offensichtlich auch die mangelnde Benutzerfreundlichkeit von Internetangeboten.“ Dies zeigt die aktuelle Umfrage zum Thema unter 475 Nutzerinnen und Nutzern über 50 Jahre.

Fast jeder Zweite beklagt (48 %) eine schlecht nachvollziehbare Navigation auf Webseiten. Konkret beurteilen viele (44 %) das Ausfüllen von Formularen als kompliziert und missverständlich. Darüber hinaus werden die schlechte Lesbarkeit von Texten (21 %) sowie die ungünstige Farbgestaltung (14 %), die für eine gute Wahrnehmung der Inhalte wichtig ist, kritisiert. Jeder Dritte (32 %) versteht schlichtweg die schlecht formulierten Texte nicht. In der Folge meidet fast jeder Zweite (47 %) konsequent auch Internetseiten, die er an sich gerne nutzen würde.